Sonntag, 9. Juni 2013

Wenn die Dämme brechen

Wir erleben derzeit eine der schwersten Hochwasserkatastrophen der deutschen Geschichte. Historische, nie dagewesene Wasserhöchststände. Ein Damm nach dem anderen bricht, ganze Stadtteile werden überflutet. Die Menschen sind verzweifelt. Zeitungen reden von einer "Sintflut". In einer MDR-Radiosendung wird die Frage gestellt: "Die Sintflut – eine Warnung an uns?"  

Warnung oder Gottesgericht, wer kann das wissen. 

Die Dammbrüche sind aber ein Bild dafür, welche ethischen Dammbrüche in dieser Zeit mit rasender Geschwindigkeit vor sich gehen: "Das Bundesverfassungsgericht macht Schluss mit der althergebrachten Definition von Ehe, wie sie die katholische Kirche und die CSU immer noch vorbeten," triumphiert der SPIEGEL. Die "Homo-Ehe" wird Stück für Stück der traditionellen Ehe gleichgestellt und es werden unheilvolle Weichen gestellt. In Richtung Mehrehe und Geschwisterehe. Nur wenige begreifen, was es für unsere Gesellschaft bedeutet, wenn die Ehe ihre Bedeutung verliert. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, macht es deutlich:
Mit seiner heutigen Entscheidung untergräbt ausgerechnet das Bundesverfassungsgericht die Verfassung. Dass in Artikel 6 GG Ehe und Familie „dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ anvertraut werden, wird mit dem heutigen Richterspruch obsolet. Die Begriffe „Ehe und Familie“ bleiben zwar als wertlose Hülle inhaltlich ausgezehrt noch stehen, werden aber in ihrer Bedeutung verkannt.
An den Schutzdeichen wird mit Sandsäcken verzweifelt versucht, die Flut aufzuhalten, um Städte und Dörfer zu retten.
Deichwachen müssen aufgestellt werden, weil Verrückte mit Sprengungen drohen.

Wer aber hindert die zerstörerischen Kräfte, die dabei sind, die Grundfesten unserer Gesellschaft zu untergraben?